Mainpost 17.11.2016
Lärm durch die Kreisstraße und der Verkehr überhaupt machen die Planung der Siedlungsgebiete „Am Sportplatz III“ und „Veitsberg III“ zum schwierigen Unterfangen.
Die Gemeinde hat sich ein neues Planungsbüro für die Aufstellung der Bebauungspläne Am Sportplatz III und Veitsberg III ausgesucht.
Matthias Kirchner vom Büro Bautechnik Kirchner aus Rottershausen stellte dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung in Leutershausen zwei Konzepte für die neuen Baugebiete vor. „Die Zeit drängt. Wir haben schon 19 Vormerkungen für neue Baugrundstücke“, sagte Bürgermeister Georg Straub. Bis Herbst oder Winter kommenden Jahres sollte dort am Eingang des Dorfes schon gebaut werden können.
Matthias Kirchner bremste jedoch die Euphorie des Gemeindeoberhauptes etwas aus. „Wir haben dort viele Probleme zu lösen. Es müssen viele Dinge mit den Behörden abgeklärt werden“, sagte der Planer. Das benötige Zeit. Die Baugebiete hätten eine Fläche von je drei Hektar und eine schöne Lage. Knackpunkt sei jedoch die Kreisstraße, die die beiden Wohngebiete trenne.
Ferner gebe es im Baugebiet Sportplatz III möglicherweise Lärm vom Sportplatz und von der Kreisstraße. Der Lärm von der Straße beeinträchtige auch den vorderen Teil des Gebiets Veitsberg III. Auch sei die Entwässerung problematisch, sagte Kirchner, es müsse ein Regenrückhaltebecken oder eine Regenmulde eingeplant werden.
Das große Problem bei der Kreisstraße sei indes, dass sie sich als Rennstrecke zwischen der Wohnbebauung anbiete. Schließlich darf dort 100 km/h gefahren werden. Ein Vorverlegung des Ortsschildes sei kompliziert. Der Bau eines Kreisels setze vier gleich stark befahrene Arme voraus. Zudem seien ein Fahrradweg und Wassergräben vorhanden. Kirchner betonte noch mal, dass viele Gespräche geführt werden müssten, um hier Lösungen zu finden.
Die Variante eins, die der Planer vorstellte, beinhaltete eine verkehrsberuhigte Ringstraße innerhalb des Baugebietes Sportplatz III. 23 Grundstücke könnten dort entstehen, sagte Kirchner. Die Einmündung in die Kreisstraße muss gelöst werden. Man könnte Barrieren oder einen Kreisel bauen. Variante zwei sieht zwei Stichstraßen vor mit zwei Wohnbereichen. Am Veitsberg III könnten 25 Grundstücke entstehen. Die erste Reihe soll für Mehrfamilienwohnhäuser reserviert werden.
Die Gemeinderäte waren sehr angetan von den Ausführungen von Matthias Kirchner. Er wird jetzt weitere Gespräche mit den Behörden führen und gute Lösungen für beide Baugebiete suchen. Die natürlich ihre Zeit benötigen.
Text: Mainpost
